Imaginationsübungen
Hier möchte ich einige Imaginations- und Meditationsübungen im Sinne von Frau Dr. med. Louise Reddemann, Michaela Huber und Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse einbringen.
Diese Übungen erhielt ich von meinem Therapeuten aus der Michael-Balint-Klinik zur Übung und möchte sie nunmehr weitergeben an alle Betroffenen, die sich selbst weiterhelfen wollen. Am besten bespricht man eine Kassette mit der jeweiligen Übung und läßt sie laufen, sobald man bereit ist, die Übung auszuführen (bei den Punkten immer etwas Zeit vergehen lassen, bevor weitergesprochen wird).
1. Entspannungsinduktion:
Übung zur Achtsamkeit:
Ich bitte Sie jetzt, eine für Sie angenehme Körperhaltung zu finden - liegen oder sitzen ... Schließen Sie die Augen. Sie können die Augen aber auch geöffnet lassen; dann empfehle ich Ihnen, sich einen Punkt zu suchen, den Sie mit ihren Augen fixieren....
Wenn Sie wollen, treffen Sie jetzt eine bewußte Entscheidung, daß Sie sich Ihrer inneren Wahrnehmung öffnen möchten ...
Sie haben in jedem Augenblick die volle Kontrolle über alles, was geschieht. Damit Sie sich dieser Kontrolle sicher sind, können Sie gern auch ein Körperteil angespannt lassen....
Spüren Sie erst einmal, dass Ihr Körper Kontakt mit dem Boden hat. Es geht nur darum wahrzunehmen, dass Ihr Körper Kontakt hat und wo er Kontakt hat. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, bewußt zu registrieren ...
Und als Nächstes bitte ich Sie, wahrzunehmen, dass Ihr Körper atmet und dass er dabei Bewegungen macht. Registrieren Sie diese Bewegungen. Registrieren Sie, dass sich der Brustkorb sanft hebt und senkt. ... Und dass die Bauchdecke sich hebt und senkt.... Und vielleicht spüren Sie auch ganz kleine Bewegungen in den Nasenflügeln. Und diese Bewegungen des Körpers beim Atmen nehmen Sie einige Augenblicke lang wahr..... (Die Atemfokussierung nur machen, wenn man sich sicher ist, dass kein Trigger darin besteht!)
Die Gedanken, die sich jetzt vielleicht verstärkt bemerkbar machen, lassen Sie sie für eine Zeitlang weiterziehen, z.B. wie Wolken am Himmel ...... oder wie der Wind, der über ein Getreidefeld streicht; jedes Mal, wenn Sie mit den Gedanken abschweifen, kehren Sie einfach wieder mit Ihrer Aufmerksamkeit zu den Bewegungen Ihres Körpers zurück. Bei jedem Ausatmen können Sie vielleicht etwas von der Anstrengung der Gedanken und Anspannung des Körpers loslassen, mit jedem ausatmen ein klein wenig mehr los und entspannen mehr und mehr .........
Sie bekommen durch die Hinwendung Ihrer Aufmerksmakeit nach innen, mehr und mehr Kontakt zu Ihren inneren Kräften, Ressourcen und Ihrer Kreativität tief in Ihrem Inneren .......... (ca. 1 - 3 min.)
Beenden Sie die Übung, indem Sie wieder bewußt wahrnehmen, dass Ihr Körper Kontakt hat mit dem Boden oder dem Stuhl, und nehmen Sie Ihre Körpergrenzen achtsam wahr. Kehren Sie dann in Ihrem eigenen Tempo mit der Aufmerksamkeit bewußt in den Raum zurück und nehmen Sie diesen bewußt wahr.